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Kolloidales silber

Kolloidales Silber
Das sollten Sie über die Wirkung, Anwendung, Einnahme und Dosierung von kolloidalem Silber wissen

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Kolloidales Silber
Silber gehört mit zu den meistgebrauchten Edelmetallen der Erde, spielte einst eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Münzen und wird auch heute aufgrund der hohen elektrischen Leitfähigkeit für viele technische Zwecke verwendet. Silber hat aber auch eine wichtige Bedeutung im Bereich der Medizin. So wurde kolloidales Silber bereits in der Antike als „natürliches“ Wunder- und Heilmittel verwendet, um Infektionen und Entzündungen wirksam zu behandeln, die durch schädliche Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze verursacht wurden. Bei kolloidalem Silber handelt es sich um äußerst kleine, feine, positiv geladene Silberpartikel, so genannte Nanopartikel, die tief in das Körpergewebe des menschlichen Organismus eindringen und schädliche Krankheitserreger abtöten können.

Im Zuge der Entwicklung moderner (Breitband-) Antibiotika im 20. Jahrhundert geriet die therapeutische Anwendung von kolloidalem Silber zunächst in Vergessenheit, um in der heutigen Zeit eine Art Revival zu erleben. Der Grund dafür liegt in dem wachsenden Anstieg multiresistenter Keime und Mikroorganismen gegenüber moderner Antibiotika, wodurch kolloidales Silber als wirksame antimikrobielle Substanz nun immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses rückt.

Was aber genau ist nun Kolloidales Silber? Welche gesundheitsfördernden Wirkungen werden den feinen Silberpartikeln zugesprochen und wie sieht es mit möglichen Nebenwirkungen aus? Auf welche Art und Weise wird „Silberwasser“ angewendet und was sind die medizinischen Indikationen und Anwendungsbereiche, die sich aufgrund der Wirkungsprinzipien ergeben? Antworten auf diese Frage und viele weitere Informationen sowie praktische Tipps zur therapeutischen Anwendung erhalten Sie im folgenden Text.

Kontroverse Diskussion: Gesundheitsförderndes oder giftiges Mittel?

Kolloidales Silber als medizinisches Therapeutikum wird in der Fachwelt nach wie vor sehr kontrovers diskutiert. Einerseits ist die Wirksamkeit von Silbernanopartikeln bezüglich der antibakteriellen Wirkung und ihrer umfangreichen Anwendung in Gesundheits-, Elektronik-, Konsum-, Arzneimittel-, Pestizid- und Heimprodukten in wissenschaftlichen Studien bewiesen[1], andererseits steht der Aspekt der Sicherheit und der Toxizität (Giftigkeit) in biologischen und ökologischen Systemen und damit auch im therapeutischen Umgang mit kolloidalem Silber im Fokus der Kritik, weshalb vor einem Einsatz als Heilmittel von einigen Medizinern gewarnt wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die amerikanische Umweltbehörde EPA haben Silber als „toxische Substanz“ klassifiziert.

Demnach soll kolloidales Silber nicht nur schädliche Krankheitserreger eliminieren, sondern auch die gesunden menschlichen Gewebszellen (Fibroblasten) schädigen, eben weil die winzigen Nanopartikel aus Silber durch die Haut tief in den menschlichen Körper eindringen können. Aus diesem Grund hat das Europäische Parlament auch eine Änderung der EU-Kosmetikverordnung veranlasst, die eine Deklarationspflicht für Nanopartikel im Kosmetika vorsieht und die Kosmetikhersteller außerdem dazu verpflichtet, die Ungefährlichkeit der verwendeten Nanomaterialien zu belegen. Das Ausmaß der gesundheitlichen Schäden für den Menschen hängt aber immer von der Dosis, der Dauer der Belastung und der Art der Aufnahme ab.

Trotz aller Bedenken ist sowohl in der auf Erfahrungen basierten Volksmedizin als auch im einigen Bereichen der Alternativmedizin die therapeutische Anwendung von kolloidalem Silber sehr lange fester Bestandteil bei verschiedensten Erkrankungen. Insbesondere zur Stärkung des Immunsystems, bei entzündlichen Prozessen oder zur Wundheilung kommt kolloidales Silber zum Einsatz, wobei das medizinische Anwendungsspektrum noch viel umfangreicher ist.

Was ist Kolloidales Silber?

Silber ist ein Edelmetall, positioniert an der 47. Stelle des Periodensystems mit dem chemischen Zeichen Ag für „Argentum“. „Argentum colloidale“ ist die lateinische Bezeichnung für kolloidales Silber, umgangssprachlich auch Silberwasser oder Silbersol genannt. Kolloidales Silber sind winzige feine im Wasser schwebende Silberpartikel. Es stellt eine bestimmte Verwendungsform von Silber dar, denn metallisches Silber kommt einerseits als makroskopisch sichtbare Form z.B. als Drähte oder Fäden aus Silber und andererseits als nicht sichtbare Form wie Mikrosilber oder Nanosilber vor, zu dem auch kolloidales Silber gehört.

Wissenschaftlich betrachtet stellt kolloidales Silber eine flüssige Dispersion des elementaren (reinen) Silbers dar. Dispersion meint ein Gemenge aus mindestens zwei nicht ineinander löslichen Stoffe, die also keine chemische Verbindung miteinander eingehen können. Die Bestandteile eines kolloidalen Systems müssen immer unterschiedlichen Phasen angehören, z.B. flüssig/fest oder gasförmig/flüssig. Das bedeutet, dass sich beim kolloidalem Silber das elementare Silber sehr fein in einer Flüssigkeit wie z.B. destillierten Wasser verteilt. Sie dürfen sich nicht darin lösen.

Abhängig von der Partikelgröße des Silbers werden drei verschiedene Gruppen unterschieden: als molekular dispers werden Stoffe mit einer Größe kleiner als 1 Nanometer bezeichnet, kolloid dispers bezieht sich auf eine Größe zwischen 1 Nanometer bis 1 Mikrometer und grob dispers sind Stoffe mit einer Partikelgröße größer als 1 Mikrometer. Kolloidales Silber gehört zu der Gruppe kolloid dispersund entsteht, wenn sich im destillierten Wasser einzelne positiv geladene Silber-Ionen (Ag+) aus dem elementarem Verband lösen. Im Nanosilber liegen die Teilchen in einer Größe von ca. 50 nm (Nanometer) vor und weisen eine Oberfläche von etwa 450 m2/g auf. Je mehr kleinste Nanopartikel von elementaren Silber im destillierten, reinen Wasser enthalten sind, desto größer wird die Gesamtoberfläche des Silbers und damit auch die antimikrobielle Konzentration. In dieser kleinsten Form kann das kolloidale Silber in den menschlichen Organismus gelangen und seine positive Wirkung entfalten.

Kolloidales Silber: Beschaffenheit und Qualitätsmerkmale

Üblicherweise sieht Silberwasser aus wie klares Wasser, die enthaltenen Silber-Ionen sind für die menschlichen Augen nicht sichtbar. In selten Fällen kann kolloidales Silber aufgrund einer höheren Konzentration an Silber-Ionen auch eine leicht gelbliche Farbe annehmen, was für die Qualität jedoch unbedeutend ist. Kolloidales Silber gilt als geruch- und geschmacklos, wenige Menschen verspüren einen leicht metallischen Geschmack.

Die heilende Wirkung von Silber in der Geschichte

Die Bedeutung von Silber in der Antike (800 v. Chr. bis ca. 600 n. Chr.)

Im alten Ägypten, Griechenland und Rom sowie im frühen China, Indien und Persien kannten die Menschen und Mediziner die positive, gesundheitsfördernde Wirkung von Silber auf den menschlichen Körper. Papyrusfunde aus der damaligen Zeit deuten darauf hin, dass dünnes Blattsilber Bestandteil von Verbänden war, um die Wunde zu desinfizieren und die Wundheilung zu fördern. Bei den Ägyptern wurde Silber in pulverisierter Form für die Wundheilung eingesetzt oder in Wasser aufgelöst für die Einnahme bei inneren Erkrankungen. Silber kam im Altertum scheinbar auch als erstes Mittel zur Desinfektion bei Operationen zum Einsatz.

Die Bedeutung von Silber in der Traditionellen Chinesischen und indischen Heilkunde

Im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wurden zunächst Akupunkturnadeln aus Silber hergestellt. Auf diese Art und Weise sollten Infektionen an den Einstichstellen der Haut verhindert werden. Später setzten die Chinesen Silber auch als Heilmittel für weitere medizinische Anwendungen ein.

Seit über 2000 Jahren wird Silber auch in Indien im Bereich der ayurvedischen Heilkunde in Form von Asche oder Silberwasser verwendet. Haupteinsatzgebiete sind hier Alterserscheinungen, Entzündungen und Erkrankungen der Leber.

Die medizinische Bedeutung von Silber im Mittelalter (6. bis 15. Jahrhundert)

Der Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker und Philosoph Paracelsus lebte von 1493 bis 1541 und empfahl verarbeitetes Silberamalgam in Form von ausleitenden Bädern, um Quecksilber aus dem Körper auszuleiten. Silberhaltige Salben wurden in der Zeit für äußerliche Beschwerden an der Haut oder bei Hämorrhoiden verwendet.

Die berühmte Äbtissin und Universalgelehrte Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) schätzte die Heilwirkung von Silber und verwendeten es für verschiedenen gesundheitliche Zwecke, unter anderem setzte sie Silber als Heilmittel bei Verschleimung und Husten ein. In ihrem medizinischen Werk „Physica (Liber simplicis medicinae)“ empfiehlt die Äbtissin die Einnahme von Silber: „Silber bedarf des guten Weines, um seine heilende Wirkung zu entfalten. Ein Mensch, der zu viele Säfte in sich hat und sie oft auswirft, der soll drei- bis viermal ganz reines Silber erhitzt in guten Wein legen. Am Abend soll er ihn nüchtern trinken. So werden sich die überflüssigen Säfte verringern.“

Der Regensburger Domherr und Universalgelehrte Konrad von Megenberg (1309 bis 1374) empfahl in seinem Werk „Buch der Natur“ den Einsatz von pulverisiertem Silber, das unter „edle “ Salben vermischt und zur äußeren Behandlung bei Erkrankungen wie Krätze, blutenden Hämorrhoiden und zähen Fäulen eingesetzt werden soll.

Auch der Adel nutzte die Wirkung von Silber und verwendete bevorzugt Silberbesteck und Geschirr aus Silber für die Gesundheitspflege zur Prophylaxe vor Infektionen. Silber galt allgemein als Mittel, um böse Geister und Krankheiten fernzuhalten.

Kolloidales Silber im 19. und 20. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm Kolloidales Silber als Therapeutikum, Heilmittel und „natürliches Antibiotikum“ eine bedeutende Rolle in der Medizin ein. Diese Entwicklung hielt zu Beginn des im 20. Jahrhunderts jedoch nur kurz an, denn im Zuge der modernen Forschung, Entwicklung und Einführung der Antibiotika durch die Pharmaindustrie geriet die therapeutische Anwendung von Kolloidalem Silber immer mehr in den Hintergrund und geriet immer stärker in Vergessenheit.

Interesse an Kolloidalem Silber wächst in der heutigen Zeit

Die antibiotische Wirkung von kolloidalen Silber stößt inzwischen immer mehr auf großes Interesse und wird in Zukunft gewiss eine wichtige Rolle in der Medizin und Forschung spielen. Der Grund dafür liegt an dem Problem der Resistenzbildung von Bakterien gegen die zu häufig verwendeten Antibiotika der Pharmaindustrie. Insbesondere in den USA erlebt der therapeutische Einsatz von kolloidalen Silber einen stetig wachsenden Bekanntheitsgrad und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das liegt unter anderem an fehlenden Krankenversicherungen und den sehr hohen ärztlichen Behandlungskosten, die eine Selbstbehandlung mit dem „natürlichen Antibiotika“ attraktiver machen.

Eine ähnliche Entwicklung hinsichtlich des Interesses an der positiven Wirkung von kolloidalen Silber ist auch in Deutschland zu beobachten. Es könnte vermehrt in medizinischen Bereichen zum Einsatz kommen, wenn Antibiotika aufgrund von Resistenzen versagen.

Kolloidales Silber Wirkung

Elementares, reines Silber wirkt nicht antimikrobiell, erst freigesetzte Silber-Ionen entfalten Wirkung gegen eine Vielzahl von Keimen und Krankheitserregern. Entscheidend für die positive Wirkung sind die von einem winzigen Silbernanopartikel abgegebenen Ionen. Je größer also die zu bekämpfende mikrobielle Struktur ist, desto mehr Silber-Ionen sind erforderlich und müssen freigesetzt werden. Die Wirkungsweise von kolloidalem Silber bei einzelnen Krankheitserregern ist bis heute nicht vollständig geklärt, neue Studien vermuten aber folgende Wirkungsprinzipien:

Kolloidales Silber gegen Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze und Pilzsporen

Die kleinen, feinen Silbernanopartikel können aufgrund ihrer geringen Größe leicht in alle Formen von Parasiten, Bakterien, Viren, Pilze und Pilzsporen eindringen und diese abtöten. Die Eliminierung erfolgt durch eine Blockade bestimmter Enzyme, die für die Sauerstoffgewinnung und Atmungsprozesse zuständig sind. Die Bakterien erleiden demnach einen Erstickungstod. Während der Stoffwechsel der pathogenen (krankheitserregenden) Mikroorganismen durch das kolloidale Silber zum Erliegen kommt, bleiben die Enzyme gesunder Zellen intakt.

Aufgrund dieser zentralen Wirkweise können nicht nur bakterielle Infektionen, z.B. bei offenen Wunden und Virusinfektionen durch die Anwendung von kolloidalen Silber verhindert werden, auch bei Wurm- und Pilzerkrankungen kann der Heilungsprozess wirksam unterstützt werden.

Kolloidales Silber wirkt antiallergisch und entzündungshemmend

Kolloidales Silber unterdrückt nicht nur die Ausschüttung der Hormone Histamin und Prostaglandin, es wirkt außerdem hemmend auf überschießende Reaktionen des Immunsystems und entfaltet dadurch eine antiallergische und entzündungshemmende Wirkung auf allergische und entzündliche Reaktionen im menschlichen Organismus. Zudem soll kolloidales Silber allergische Reaktionen verhindern.

Kolloidales Silber fördert die Regeneration von Haut, Gewebe und Knochen

Kolloidales Silber verfügt über eine zusammenziehende (adstringierende) Wirkung, was insbesondere zur Förderung der Wundheilung bei offenen Wunden beitragen kann. Weitere positive Effekte sind, dass sich das Gewebe schneller wieder neu bildet, die Hautstruktur elastisch bleibt und an belasteten Stellen weniger einreißen kann. Zudem wirkt Kolloidales Silber auch fördernd auf das Knochenwachstum und die allgemeine Regeneration von Haut und Gewebe.

Kolloidales Silber fördert das Zellwachstum

Neben den vielen bisher genannten Wirkweisen von kolloidalen Silber wurde zudem festgestellt, dass die Körperzellen von Erwachsenen ähnlich schnell wachsen und neue, primitive Zellformen gebildet werden wie bei Kindern. Diese zunächst primitiven Formen der Körperzellen zeigen nicht nur ein schnelleres Wachstum, sie vermehren sich auch sehr schnell und sind außerdem in der Lage sich vom Einfachen in spezifische Zellen eines Organs oder verletzten Gewebes zu verwandeln.

Kolloidales Silber zur Körperentgiftung

Kolloidalem Silber wird außerdem eine entgiftende Wirkung auf den menschlichen Organismus nachgesagt, indem es überschüssige Elektronen von anderen gesundheitsschädigenden Schwermetallen binden und damit den Köper entgiften kann. Es reagiert im menschlichen Körper wie ein freies Radikal und unterstützt damit die Entgiftung.

Kolloidales Silber: Frei von Nebenwirkungen?

In der Regel sind bei der Anwendung von kolloidalem Silber keine Nebenwirkungen zu erwarten. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. In seltenen Fällen können aber insbesondere bei einer zu hohen Dosierung Beschwerden und Unverträglichkeitserscheinungen wie Übelkeit, Schwäche und ein flaues Gefühl im Bauch auftreten. Diese Erscheinungen sollten aber innerhalb der nächsten 2 bis 3 Tage verschwinden. Um solche Nebenwirkungen zu vermeiden und zu verringern, ist auch das Trinken von viel Wasser hilfreich und empfehlenswert.

Menschen, die unter einer starken Silber-Allergie leiden, sollten auf die Einnahme von kolloidalen Silber verzichten, weil es zu schweren allergischen Reaktionen kommen kann.

Gefahr der Argyrie durch Einnahme von kolloidalem Silber?

Mediziner und Ärzte sprechen von „Argyrie“, wenn sich aufgrund von Silbereinlagerungen im menschlichen Organismus die Haut und Schleimhaut gräulich, blau und metallisch verfärbt und diese Verfärbung lebenslang bestehen bleibt. Zuerst wird Argyrie am Zahnfleisch sichtbar, in schweren Fällen können auch Organe betroffen und in ihren Funktionen eingeschränkt sein. Im Zusammenhang mit der Anwendung von Silber verweist die amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) auf die Gefahr der Argyrie, die durch einen unsachgemäßen Gebrauch von Silbersalzen oder Silberproteinen entstehen kann.

Während reines kolloidales Silber in nur sehr seltenen Fällen zur Argyrie führen kann und dann auch nur bedingt durch eine zu hohe Dosierung über einen sehr langen Zeitraum oder wenn bereits eine Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) vorliegt, kann verunreinigtes kolloidales Silber eher zur Argyrie führen. Über die genauen Mengenangaben, die zu einer Argyrie führen können, gehen die Meinungen allerdings auseinander. Wer wirklich reines kolloidales Silber nur bei Bedarf und in vernünftigen Mengen einnimmt, muss sich über die mögliche Folge einer Argyrie keine Gedanken machen.

Herxheimer-Reaktion und Erstverschlimmerungen können durch kolloidales Silber auftreten

Bei der Einnahme von kolloidalem Silber kann es zu einer Erstverschlimmerung oder einer so genannten Herxheimer-Reaktion kommen. Die Herxheimer-Reaktion ist allerdings kein typisches Phänomen bei der Einnahme von kolloidalen Silber. Die Symptome entstehen durch den plötzlich einsetzenden Prozess, das Krankheitserreger abgetötet und dadurch Toxine im Körper freigesetzt werden. Zu einer Herxheimer-Reaktion kommt es, wenn eine große Menge Bakterien absterben und dabei Bakteriengifte freisetzen. Bereits vorhandene Symptome können dadurch verstärkt oder Symptome wie zum Beispiel Müdigkeit, Fieber und Schüttelfrost und leichte Darmprobleme können neu auftreten und sich mehr oder weniger bemerkbar machen.

Typische Symptome der Herxheimer-Reaktion sind außerdem Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, große Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung, die auch noch über einen längeren Zeitraum anhalten können. Erstverschlimmerungen und eine leichte Form der Herxheimer-Reaktion zeigen, dass der Körper auf das Mittel reagiert und das kann als ein gutes Zeichen bewertet werden. Symptome einer Erstverschlimmerung sollten in der Regel auch schnell, innerhalb von 1 bis 2 Tagen verschwinden.

Kolloidales Silber: Resistenzbildung gegen Silber?

Die Resistenzbildung gegen Antibiotika stellen ein sehr großes und ernstes Problem in der Medizin und bei der Behandlung vieler Krankheiten dar. Auch sind die Nebenwirkungen durch eine Antibiotikabehandlung nicht unerheblich für die Gesundheit, denn Antibiotika töten nicht nur die krankheitserregenden, sondern auch die für eine gesunde Darmflora wichtigen Bakterien. Eine gesunde Darmflora sorgt für ein starkes Immunsystem und schützt die Darmschleimhaut. Antibiotika schwächen nicht nur die Darmgesundheit, sie schwächen auch unser Immunsystem, was an den häufigen Folgen einer Antibiotikabehandlung wie weitere bakterielle Infektionen oder Pilzerkrankungen sichtbar wird. Bei der therapeutischen Anwendung mit kolloidalem Silber bleiben solche Nebenwirkungen und Folgen aus, aber

wie sieht es mit der Resistenzbildung bei kolloidalem Silber aus? Resistenzen gegen Silber kommen zwar äußerst selten vor, trotzdem können silberempfindliche Mikroorganismen ebenfalls über eine gewisse Zeit Resistenzen gegenüber Silber entwickeln. Solche Bakterien sind in der Lage, Silber in kurzer Zeit aus ihrem Inneren zu entfernen. Aufgrund der Möglichkeit einer Resistenzbildung gegen Silber sollten einige Kriterien bei der Einnahme von Silberwasser berücksichtigt werden: Kolloidales Silber sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich nötig ist. Die Dosierung sollte weder zu niedrig, noch sollte der Behandlungszentrum zu kurz sein. Die Behandlung sollte immer so konsequent durchgeführt werden bis die Infektion ausgeheilt ist.

Kolloidales Silber: Innere und äußerliche Anwendung

Die Selbstbehandlung mit kolloidalem Silber gilt als einfach und unkompliziert. Trotzdem sollten einige Hinweise bei der inneren und äußeren Anwendung berücksichtigt werden.

Innere Anwendung von Kolloidalem Silber

Eine innere Anwendung von kolloidalen Silber kommt hauptsächlich bei inneren Erkrankungen wie z.B. Infektionen oder Depressionen zum Einsatz. Die innere Anwendung kann in Form einer Kur oder mittels Inhalationssprays, Spülungen oder mit Tropfen erfolgen. Eine Kur kommt bei hartnäckigen und eher langandauernden Beschwerden oder chronischen Erkrankungen zum Einsatz und sollte zwischen 2 Wochen und 3 Monaten andauern.

Ein Inhalationsspray eignet sich gut für die Behandlung von Heuschnupfen, Nebenhöhlenentzündungen, Asthma und Husten. Mundspülungen mit kolloidalem Silber werden bei Zahnfleischentzündungen und anderen entzündlichen Prozessen im Mundbereich angewendet und die Tropfenform eignet sich gut zur Behandlung von Augenentzündungen, z.B. Bindehautentzündungen. In Form von Augentropfen sollte möglichst auf fertig zubereitete Augentropfen aus der Apotheke zurückgegriffen werden, damit die nötige Hygiene gewährleistet ist.

Äußere Anwendung von Kolloidalem Silber

Die äußere Anwendung von kolloidalem Silber kommt bei äußerlichen Beschwerden und Erkrankungen in Form von Einreibungen oder Waschungen zum Einsatz. Zum Einreiben können einfache Tücher aus Stoff oder Küchenkrepp verwendet werden, die mit Silberwasser getränkt wurden und dann auf die entsprechende Stelle gelegt und einmassiert werden. Einreibungen erfolgen auch in Form einer Creme aus kolloidalen Silber zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen.

Bei besonders empfindlichen Hautpartien, die möglichst nicht berührt werden sollen, ist das Einsprühen der entsprechenden Stelle mit einer Flasche und Sprühaufsatz als Anwendungsform geeignet.

Umschläge mit kolloidalem Silber stellen eine intensivere Anwendung dar, weil die in kolloidalem Silber getränkten Umschläge meist über mehrere Stunden oder über Nacht auf die Hautstelle einwirken. Umschläge kommen z.B. zur Behandlung von Furunkeln oder bei offenen Beinen zur Unterstützung der Wundheilung zum Einsatz.

Kolloidales Silber: Medizinische Indikationen und Anwendungsbereiche

Kolloidales Silber kann bei zahlreichen Beschwerden und Erkrankungen nicht immer primär eingesetzt werden, es kann aber die Symptome der Erkrankung positiv beeinflussen und deren Heilungsverlauf verbessern und beschleunigen. Bei schweren Erkrankungen sollte die Einnahme oder Anwendung von kolloidalen Silber nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Kolloidales Silber bei Augenerkrankungen

Die typischen Ursachen für Augenermüdungserscheinungen und schmerzhaften Augen- und Bindehautentzündungen (Konjunktivitis) mit Schmerzen, Rötung, Trockenheit und Brennen sind Überanstrengungen der Augen durch lange Bildschirmarbeit, Zugluft oder Infektionen. Kolloidales Silber kann in Form von Augentropfen Linderung verschaffen und kann auch bei Gerstenkörnern, das sind eitrige Entzündungen der Schweiß- und Talgdrüsen, zum Einsatz kommen. Aus hygienischen Gründen sollten immer fertige Augentropfen mit kolloidalem Silber aus der Apotheke verwendet werden. Augentropfen aus eigener Herstellung können durch bakterielle Verunreinigung die zu behandelnden Symptome der Augenbeschwerden im schlimmsten Fall verstärken.

Kolloidales Silber bei Mund- und Zahnerkrankungen

Mundspülungen mit kolloidalem Silber können bei Mundschleimhautentzündungen und bei Aphten (Stomatitis aphthosa), das sind sehr schmerzhafte, kleine bläschenartige Entzündungen im Mundbereich mit weißlichem runden Flecken, eine schmerzlindernde, entzündungshemmende Wirkung entfalten. Ein weiteres Anwendungsgebiet für eine Mundspülung mit kolloidalen Silber ist Mundgeruch (Foetor ex ore). Mundgeruch kann durch lokale Ursachen wie mangelnde Mundhygiene, schlechter Zahnstatus, Alkohol und Zigaretten, Entzündungen im Mund- und Rachenbereich oder durch systemische Ursachen wie Allgemeinerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Nierenschwäche, Leberzirrhose), Hungern oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme hervorgerufen werden.

Zahnbett- und Zahnfleischentzündungen (Parodontitis, Gingivitis) sind weitere Indikationen für den Einsatz von kolloidalem Silber.

Kolloidales Silber bei Atemwegserkrankungen

Bronchialasthma ist eine chronische, entzündliche Atemwegserkrankung mit anfallsartiger Atemnot, bei erschwerter Ausatmung. Asthma wird häufig mit der Neigung zu Allergien und anderen Hauterkrankungen wie Neurodermitis in Zusammenhang gebracht. Kolloidales Silber kann bei Asthma deshalb zum Einsatz kommen, weil es gegen die entzündlichen Prozesse in den Bronchien wirkt.

Auch bei akuter oder chronischer Entzündung der Bronchialschleimhäute (Bronchitis), häufig bedingt durch einen bakteriellen Infekt der oberen Atemwege kann kolloidales Silber angewendet werden wie auch bei fieberhaften grippalen Infekten mit Schnupfen, vermehrter Schleimabsonderung der Nase, Halsschmerzen, Heiserkeit, Husten und Auswurf, Kopfschmerzen, leichtem Fieber und Abgeschlagenheitsgefühl.

Weitere Anwendungsbereiche von kolloidalem Silber im Bereich der Atemwegserkrankungen sind Erkrankungen der Hals- und Rachenschleimhaut (Pharyngitis, Tonsilitis und Angina), Halsschmerzen, Heiserkeit, Heuschnupfen (Rhinitis allergica), Husten und Keuchhusten, Lungenentzündung (Pneumonie), Mandelentzündung (Angina tonsilitis), Nebenhöhlenentzündungen (Sinusitis), Pseudokrupp sowie Rachen- und Kehlkopfentzündungen (Pharyngitis, Laryngitis). Gefährliche und hochakute Erkrankungen sowie meldepflichtige Krankheiten gehören immer in die Hände von Ärzten, die lebensnotwendige Maßnahmen einleiten können.

Kolloidales Silber bei Hauterkrankungen

Innere und äußere Anwendungen von kolloidalem Silber kommen aufgrund der entzündungshemmenden, adstringierenden, wundheilungsfördernden und desinfizierenden Wirkweisen bei sehr vielen verschiedenen Hauterkrankungen zum Einsatz. Ein breitgefächerter Anwendungsbereich sind entzündliche Hautveränderungen, die in den meisten Fällen mit Rötung, starkem Juckreiz, Nässe, Bläschen- und Schuppenbildung einhergehen wie z.B. Ekzeme, Ausschläge, Neurodermitis, Akne (Acne vulgaris) oder Bartflechte (Entzündung der behaarten Haut). Auch bei bakteriellen Infektionen der Haut, z.B. bei eitrigen Abszessen mit Einschluss von bakteriellen Krankheitserregern unter der Haut, die sich nach einem Durchbruch oder durch Aufbrechen nach außen entleeren oder bei Eiterflechten im Gesicht und an den Extremitäten, können Anwendungen mit kolloidalem Silber, z.B. in Form eines Umschlages oder einer Kompresse die Wundheilung unterstützen.

Auch das regelmäßige Beträufeln von Dornwarzen oder Sohlenwarzen mit kolloidalem Silber kann zu einem Verschwinden der Warzen führen. Weitere Anwendungsgebiete sind außerdem Lippenbläschen (Herpes labialis), Fieberbläschen (Herpes simplex febrilis), Brandwunden (Verbrennungen), Fußpilz, schmerzhafte und knotige Entzündungen der Haut (Furunkel), Nervenentzündungen wie Gürtelrose (Herpes zoster), Hämorrhoiden, Hautjucken (Pruritus), Insektenbisse, Pilzbefall (Mykosen), Schuppenflechte, Sonnenbrand, Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris) und Wundliegen (Dekubitus).

Kolloidales Silber bei Erkrankungen des Urogenitaltraktes

Die innere Anwendung von kolloidalen Silber kann bei verschiedenen Erkrankungen des Urogenitaltraktes zum Einsatz kommen und Beschwerden lindern. Zu den Anwendungsgebieten gehören neben der akuten oder chronischen Blasenentzündung (Zystitis) auch Entzündungen der Harnröhre (Urethritis), des Nierenbeckens (Glomerulonephritis) sowie der Eierstöcke und Eileiter. Entzündungen im Urogenitaltrakt entstehen häufig infolge von bakteriellen Infektionen durch Kolibakterien, Staphylokokken, Streptokokken, Gonokokken, Enterokokken oder Chlamydien oder durch Pilzinfektionen (Candidapilze). Die Behandlung mit kolloidalem Silber unterstützt den menschlichen Organismus im Kampf gegen die krankheitserregenden Bakterien und Pilze.

Kolloidales Silber bei Magen- und Darmerkrankungen

Ein weiterer großer Anwendungsbereich für kolloidales Silber sind viele verschiedene Erkrankungen und Beschwerden des Verdauungstraktes. Bei Blähungen (Flatulenz, Meteorismus), Durchfall (Diarrhoe), chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, entzündlichen Erkrankungen des Dünndarms durch Bakterien-, Viren-, Pilz- oder Wurmbefall, Entzündungen des Dickdarms wie z.B. Divertikulitis kann die innere Anwendung mit kolloidalen Silber die Beschwerden lindern. Auch bei Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) und Entzündungen der Gallenblase und Gallengänge kann kolloidales Silber seine entzündungshemmende Wirkung entfalten und Krankheitserreger bekämpfen.

Kolloidales Silber bei Erkrankungen des Bewegungsapparates

Chronische Muskelschmerzen (Fibromyalgie), verminderte Leistungsfähigkeit der Muskulatur bei Erschöpfung, Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis wie z.B. die chronische Polyarthritis, Arthrose, Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen (Arthritis) sind Indikationen für eine Anwendung mit kolloidalem Silber. Tropfen, Umschläge und Cremes mit kolloidalem Silber können zur Linderung der Beschwerden und Schmerzen beitragen.

Kolloidales Silber bei Schwäche des Immunsystems

Viele Menschen leiden unter häufigen Infekten und stecken sich auch leicht und schnell bei anderen Menschen an. Typische Faktoren, die eine Abwehrschwäche bedingen können sind z.B. Stress, Schlafmangel, Ernährungsfehler und Bewegungsmangel. Bei einem schwachen Immunsystem kann neben anderen Maßnahmen wie z.B. Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen und ausreichend Schlaf auch eine kurmäßige Einnahme des kolloidalen Silbers helfen.

Kolloidales Silber bei Überreaktion des Immunsystems

Die Ursache für Allergien wie Heuschnupfen oder Nahrungsmittelallergien liegt in einer Überreaktion des Immunsystems gegen eigentlich harmlose Substanzen wie z.B. Blütenpollen oder bestimmte Nahrungsmittel. Bei einer allergischen Reaktion reagiert der Körper sofort auf kleinste Mengen des Allergieauslösers. Das kann sich äußern in Form von heftiger Atemnot sowie Anschwellen im Hals und Gesicht. Die Behandlung mit kolloidalem Silber kann möglicherweise dabei helfen, das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Rekonvaleszenz nach Krankheiten

Kolloidales Silber unterstützt die Regenration (Rekonvaleszenz) von Körper, Seele und Geist nach durchgemachter Krankheit. Auf körperlicher Ebene werden Zellen, Gewebe und Organe wiederhergestellt und erneuert, auf geistiger Ebene verleiht kolloidales Silber Vitalität und Kraft und wirkt sich zudem positiv auf die Stimmungslage aus.

Kolloidales Silber bei Schwäche und Erschöpfung

Andauernde Erschöpfungszustände mit Gefühlen der inneren Leere sind typische Symptome für das in der heutigen Zeit immer häufiger auftretende Burn-Out-Syndrom. Bei verminderter Leistungsfähigkeit, Hoffnungslosigkeit, Apathie und Depressionen kann sich eine unterstützende Behandlung mit kolloidalem Silber positiv, vitalisierend und kräftigend auf der Gemütsebene auswirken.

Kolloidales Silber: Dosierungen, Einnahme und Therapieempfehlungen

Die Therapie mit kolloidalem Silber lässt sich hervorragend mit anderen alternativen Heilmethoden verbinden und auch als ergänzendes Therapeutikum kann es begleitend bei schulmedizinischen Behandlungen zum Einsatz kommen. Kolloidales Silber ersetzt keinesfalls medizinische Maßnahmen und bestehende Beschwerden sollten zuvor immer von einem fachkundigen Arzt abgeklärt werden. Die Selbstbehandlung mit kolloidalen Silber erfolgt nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt und wird ggf. in therapeutische Maßnahmen integriert.

Kolloidales Silber Einnahme-Empfehlung

Kolloidales Silber sollte bei der Einnahme nicht mit Plastik oder Metall in Berührung kommen und immer über ein Glasbehältnis oder Keramiklöffel eingenommen werden. Metall und kolloidales Silber könnten eine chemische Reaktion eingehen, wodurch die Wirkung beeinträchtigt wird.

Für die innere Einnahme ist außerdem wichtig, dass das Silberwasser für längere Zeit, mindestens 20 Sekunden, im Mund behalten werden sollte, bevor es runtergeschluckt wird. Dadurch werden die Inhaltsstoffe bereits von der Mundschleimhaut aufgenommen. Damit die Aufnahme des kolloidalen Silbers bestmöglich erfolgt, sollte das Mittel auf nüchternen Magen eingenommen werden und die Nahrungsaufnahme erst nach einer Stunde erfolgen. Auf Mineralwasser sollte mindestens 10 Minuten vor und nach der Einnahme verzichtet werden, weil die Silberpartikel sich mit den Mineralien zu Salzen verbinden können. Auch eine zu starke Verdünnung mit Wasser sollte vermieden werden außer bei Dickdarmerkrankungen. Grundsätzlich entfaltet Silberwasser die beste Wirkung, wenn es unverdünnt eingenommen wird.

Kolloidales Silber Dosierung

Für die Dosierung von kolloidalen Silber gibt es keine allgemeingültige Regel. Kolloidales Silber kann schon in kleinsten Mengen seine Wirkung entfalten und Krankheitserreger abtöten, deshalb sollte das Prinzip „weniger ist mehr“ bei der Einnahme berücksichtigt werden. Bei chronischen Erkrankungen, die über einen längeren Zeitraum bestehen sowie bei äußeren Anwendungen, kann eine höhere Konzentration bzw. Dosierung zur Anwendung kommen, bei akuten Beschwerden, und eher sensiblen Menschen oder zur inneren Anwendung sollte eher eine niedrigere Konzentration zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass reines kolloidales Silber ohne Zusätze verwendet wird. Je reiner das kolloidale Silber und je kleiner die enthaltenen Partikel, desto weniger wird bei der Einnahme benötigt.

Konzentrationsangaben (ppm) und Dosierung

Die Konzentration von kolloidalen Silber wird üblicherweise in „ppm“ angegeben. Die Abkürzung „ppm“ steht für „parts per million“ und bedeutet übersetzt „Teile pro Million“ oder „millionster Teil“. Die gängige Konzentration des kolloidalen Silbers ist 25 ppm, es können aber auch Konzentrationen von 5 ppm bis 100 ppm und mehr verwendet werden. Erfahrungen hinsichtlich der Konzentration und Dosierung haben ergeben, dass für verschiedene Anwendungen eine Konzentration von etwa 25 ppm bis 50 ppm und davon etwa 50 ml pro Tag empfehlenswert sind. 1 Teelöffel ergibt knapp 5 ml und 1 Esslöffel etwa 10 ml kolloidale Silberlösung. Damit keine Nebenwirkungen wie leichte Übelkeit, flaues Gefühl im Bauch und Schwäche auftreten, sollte die Behandlung zunächst mit einer niedrigeren Dosierung eingeleitet werden.

Eine niedrige Dosierung des kolloidalen Silbers wäre z.B. 2-mal täglich 1 bis 2 Teelöffel mit einer Konzentration von 5 ppm bis 25 ppm. Eine eher höhere Dosierung wäre dann 2-mal täglich 250 ml Silberwasser mit einer Konzentration von 25 ppm bis 100 ppm.

Kurmäßige Einnahme von Kolloidalem Silber

Für die kurmäßige Einnahme und Dosierung könnten beispielsweise über einen Zeitraum von 3 Wochen täglich morgens und abends auf nüchternen Magen ein Esslöffel kolloidales Silber mit 25 ppm eingenommen werden.

Einreibungen mit Kolloidalem Silber

Für Einreibungen können einfache Tücher oder Küchenkrepp in Silberwasser getränkt zum Einsatz kommen. Die Konzentration des kolloidalen Silbers sollte bei Einreibungen zwischen 25 ppm bis 100 ppm betragen. Die Anwendung erfolgt zunächst mehrmals am Tag, später dann nur noch einmal täglich.

Umschläge mit Kolloidalem Silber

Für Umschläge wird ein Tuch mit kolloidalem Silber getränkt und auf die zu behandelnde Stelle gelegt. Die Konzentration des kolloidalen Silbers sollte zwischen 25 ppm und 100 ppm liegen. Um das Tuch herum wird nun eine weitere Schicht aus Frotteehandtuch oder Wolltuch gewickelt um die Feuchtigkeit abzuhalten. Umschläge bleiben für mehrere Stunden oder über Nacht zum Einwirken auf der Stelle liegen.

Dauer der Anwendung von Kolloidalem Silber

Ähnlich wie bei der Dosierung gehen auch bei der Dauer der Behandlung mit kolloidalem Silber die Meinungen auseinander. Es kann festgehalten werden, dass die Dauer der Anwendung abhängig von der Art der Erkrankung und ob es sich um ein akutes oder chronisches Leiden handelt. Bei akuten und eher kurz anhaltenden Beschwerden erfolgt die therapeutische Anwendung von Silberwasser so lange, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Bei chronischen Erkrankungen hingegen könnte eine kurmäßige Behandlung über einen längeren Zeitraum von 2 Wochen bis 3 Monate andauern.

Dauerhafte oder tägliche Anwendungen zur Vorbeugung von Infektionen und anderen Erkrankungen sind nicht angezeigt und auch nicht empfehlenswert. Es sollten immer wieder Pausen zwischen Behandlungszyklen eingelegt werden. Bei dauerhafter Anwendung besteht die Gefahr der Argyrie, wie es im Kapitel über die Nebenwirkungen beschrieben wurde.

Kolloidales Silber: Praktische Tipps für den Eigengebrauch

Kolloidales Silber: Herstellung für den Eigengebrauch

Die Selbstbehandlung mit kolloidalem Silber gilt als unkompliziert und angenehm, da keine Nebenwirkungen bei richtiger Dosierung zu erwarten sind. In wenigen Apotheken und im Internet kann fertiges kolloidales Silber in Flaschen erworben werden. Während Apotheken eine gute Qualität gewährleisten, können Produkte aus dem Internet minderwertig sein. Um auf der sicheren Seite zu sein, kann kolloidales Silber aber auch ganz einfach in Eigenregie hergestellt werden. Dafür wird letztendlich nur ein Generator, Silberstäbe und destilliertes Wasser benötigt.

Generator und Silberelektroden zum Herstellen von kolloidalem Silber

Für die eigenen Herstellung von kolloidalem Silber wird ein geeigneter, stabförmiger Generator aus reinem Silber benötigt. Es ist empfehlenswert im Fachhandel ein genormtes Gerät zu kaufen. Idealerweise verfügt der Generator über eine Vorrichtung zur Messung der Konzentration des produzierten kolloidalen Silbers und über Angaben, in welcher Zeit wieviel kolloidales Silber erzeugt wird. Der Generator sollte die Spannung und den Strom außerdem aus einer Steckdose beziehen und nicht über Batterien, denn Batterien erzeugen eine zu schwache Spannung für die Herstellung von kolloidalen Silber.

Der Generator sollte stabförmige Silberelektroden verwenden, die aus Silber mit einem Reinheitsgrad von 99,99 Prozent bestehen. Im Vergleich dazu enthält Sterlingsilber nur einen Reinheitsgrad von 92,5 Prozent. Die Silberelektroden müssen also von höchster Reinheit sein! Bei häufigem Gebrauch werden die Silberstäbe immer dünner, drohen irgendwann durchzubrechen und müssen dann ausgewechselt werden. Nach jedem Gebrauch wird empfohlen, die Stäbe mit einem trockenen Reinigungsvlies, Leinenlappen oder Küchenkrepp zu reinigen. Auf Silberputzmittel muss verzichtet werden!

Destilliertes Wasser zum Herstellen von kolloidalem Silber

Zum Herstellen von kolloidalem Silber muss destilliertes Wasser verwendet werden, damit keine Silbersalze beim Herstellungsprozess entstehen. Preisgünstiges, destilliertes Wasser aus Supermärkten ist teilweise ungeeignet, weil Rückstände anderer Schwermetalle enthalten sein könnten. Doppelt oder mehrfach destilliertes Wasser aus der Apotheke eignet sich besser für die Herstellung und gewährleistet außerdem eine gute Qualität des kolloidalen Silbers.

Destilliertes Wasser sollte nie in großen Mengen (mehrere Liter) getrunken werden, die geringe Menge für die innere Anwendung von kolloidalem Silber ist aber unproblematisch.

Anleitung zum Herstellen von kolloidalem Silber

Die sorgfältig durchgeführte eigene Herstellung erfolgt dann in wenigen Schritten:

Silberelektroden am Generator befestigen und in ein Glas mit 200 ml destilliertem, heißen Wasser tauchen
Elektrische Spannung an die Elektroden anlegen
Elektrische Spannung löst kleinste Silberpartikel von den Elektroden und verteilt diese im destillierten Wasser
Nach Ablauf der Herstellungsdauer den Netzstecker des Generators ziehen und Generator aus dem Glas entfernen
Frisch produziertes kolloidales Silber etwa 1 Stunden stehen und ruhen lassen
Reinigung der Silberstäbe mit mit einem sauberen Tuch
Kolloidales Silber in eine dunkle Glasflasche abfüllen und an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren
Nach etwa 3 Monaten sollte für eine optimale Wirkung neues kolloidales Silber hergestellt werden


Anleitung zum Herstellen einer Creme mit kolloidalem Silber

Zutaten bereitstellen: 12 ml Pflanzenöl, 4 gr Tegomuls (Emulgator), 2 – 3 gr Bienenwachs, 40 – 50 ml kolloidales Silber (25 ppm – 100 ppm)
Öl und Bienenwachs in ein Glas und kolloidales Silber in ein anderes Glas geben und beide Gläser in ein köchelndes Wasserbad stellen
Wenn das Bienenwachs geschmolzen ist, beide Gläser aus dem Wasserbad entfernen
Unter ständigem Rühren nun mithilfe des Emulgators das warme kolloide Silberwasser in die geschmolzene, fettige Bienenwachs-Öl-Mischung gießen
So lange ununterbrochen weiterrühren bis die Masse erkaltet und zu einer Creme geworden ist
Bei der Verwendung von Tegomuls als Emulgator bekommt die Creme vorübergehend eine puddingartige Konsistenz
Wenn die Silber-Creme abgekühlt ist, kann sie in Salbendosen abgefüllt, verschlossen und mit Inhalt und Datum beschriftet werden.


Kolloidales Silber: Haltbarkeit, Lagerung und Aufbewahrung

Wie lange ist kolloidales Silber haltbar?

Die Angaben bezüglich der Haltbarkeit von kolloidalem Silber sind sehr unterschiedlich und reichen teilweise bis 2 Jahre. Generell ist eine gute Wirksamkeit bis zu 3 Monaten nach Herstellung des Silberwassers gewährleistet, am wirkungsvollsten gilt kolloidales Silber innerhalb des ersten Monats nach Produktion.

Wo sollte kolloidales Silber aufbewahrt und gelagert werden?

Bei der Lagerung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sich das kolloidale Silber nicht in der Nähe von elektromagnetischen Feldern wie Kühlschränken, Induktionskochfeldern, Telefonnetzteilen oder anderen Elektrogeräten befindet. Auch sollte eine direkte Sonnen- und Lichteinstrahlung vermieden werden wie auch Hitze und Wärme. Am besten wird kolloidales Silber in dunkle Glasflaschen abgefüllt und an einem kühlen, lichtgeschützten und dunklen Ort gelagert. Ideal sind gleichbleibende Temperaturen zwischen 15° Grad und 20° Grad Celsius.

Wo kann kolloidales Silber gekauft werden?

Kolloidales Silber kann sehr gut im europäischen Ausland, in den USA und in Australien gekauft werden. In Deutschland gibt es nur wenige Apotheken, die fertiges kolloidales Silber in Flaschen zum Kauf anbieten. Beim Kauf der Silberlösung sollte unbedingt auf das Herstellungs- und Haltbarkeitsdatum geachtet werden, da das Produkt für eine bestmögliche Wirkung möglichst frisch sein sollte. Recherchieren Sie vor einer Bestellung immer online zum Anbieter, um sicherzustellen, dass Sie kolloidales Silber in hoher Produktqualität erwerben.

Verweise:
[1] Subchronische orale Toxizität (Giftigkeit) von Silbernanopartikeln. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20691052

Quellen:
Oliver Franneck: Kolloidales Silber – Ein Kompendium der Alternativen Silberheilkunde. Kopp Verlag 2015
Werner Kühni und Walter von Holst: Kolloidales Silber – Das gesunde Antibiotikum für Mensch und Tier. 12. Auflage, AT Verlag 2016
Eva Marbach: Heilen mit kolloidalem Silber – Das Edelmetall Silber als natürliches Antibiotikum. EMV Verlag 2010
Dr. Josef Pies: Kolloidales Silber: Das große Gesundheitsbuch für Mensch, Tier und Pflanze. Wirkt antibiotisch, hemmt Entzündungen, stärkt das Immunsystem. VAK 2015
Dr. Josef Pies: Immun mit kolloidalem Silber – Wirkung, Anwendung, Erfahrungen. 21. Auflage, VAK Verlag 2016
Hans Wagner: Kolloidales Silber: Die ganzheitliche Alternative zu Antibiotika richtig angewendet. Irisiana Verlag 2013
Bild: © eyewave – Fotolia.com

 

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